Klimaschutzprojekte
Zur Reduktion oder Kompensation von Treibhausgasemissionen inner- und außerhalb der EU gibt es verschiedene Möglichkeiten. Für Klimaschutzprojekte stehen unter anderem die Mechanismen des Kyoto-Protokolls, Projekte im freiwilligen Markt oder Upstream-Emissionsreduktionen im Kraftstoffsektor zur Verfügung.
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Klimaschutzprojekte
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Rechtsprechung
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Schritte:
- Die erzielten Emissionsminderungen bzw. Netto-Entnahmen werden im Rahmen des Monitorings erfasst.
- Eine unabhängige Prüfstelle (Designated Operational Entity, DOE) prüft und bestätigt die ermittelten Mengen.
- Von den zur Ausstellung genehmigten A6.4ERs werden grundsätzlich 5 Prozent an den Anpassungsfonds weitergeleitet und mindestens 2 Prozent zur Gewährleistung einer Overall Mitigation in Global Emissions dauerhaft gelöscht.
- Die verbleibenden A6.4ERs werden anschließend im Mechanismusregister ausgestellt
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Gutschriften werden berechnet, indem man den Zustand ohne das Projekt (Baseline) mit dem Zustand mit dem Projekt vergleicht. Abgezogen werden alle neuen Emissionen, die durch das Projekt selbst entstehen, sowie unerwünschte Verlagerungen von Emissionen in andere Bereiche (Leakage). Im Paris Agreement Crediting Mechanism (PACM) können sowohl Emissionsminderungen als auch Entnahmen zertifiziert und als Article 6.4 Emission Reductions (A6.4ERs) ausgestellt werden.
Vereinfacht gilt bei Emissionsminderungen, wie viel THG durch das Projekt weniger in die Luft gestoßen wurde:
Baseline-Emissionen (ohne Projekt)
– Projektemissionen (durch das Projekt)
– negatives Leakage (Verlagerung von Emissionen)
= EmissionsminderungenVereinfacht gilt bei Treibhausgasentnahmen, dass bestimmt wird, wie viel THG gegenüber der Baseline gespeichert wird. Dabei werden auch mit der Aktivität verbundene Emissionen und negatives Leakage berücksichtigt. Wird bereits gespeichertes Treibhausgas später wieder freigesetzt, spricht man von einem Reversal, für das besondere Regelungen gelten.:
zusätzliche Treibhausgasspeicherung gegenüber der Baseline
– zusätzliche Emissionen
– negatives Leakage
= Netto-Treibhausgasentnahmen -
Im Rahmen des Paris Agreement Crediting Mechanism (PACM) können Emissionsminderungen oder Entnahmen verschiedener Treibhausgase berücksichtigt werden. Dazu gehören insbesondere:
- Kohlenstoffdioxid (CO2)
- Methan (CH4)
- Distickstoffoxid (N2O)
- Teilhalogenierte Fluorkohlenwasserstoffe (H-FKW/HFC)
- Perfluorierte Kohlenwasserstoffe (FKW/PFC)
- Schwefelhexalfluorid (SF6)
- Stickstofftrifluorid (NF3).
Diese Gase tragen in unterschiedlicher Stärke zum Treibhausgaseffekt bei. Sie werden gemäß ihrem Treibhausgaspotenzial (englisch: Global Warming Potential [GWP] bezogen auf hundert Jahre) hinsichtlich CO2 gewichtet. Die Maßeinheit für alle Gase ist daher eine Tonne Kohlendioxidäquivalent (tCO2eq). Das heißt z.B. 1 Tonne CH4 = 28 tCO2eq.