Deutsche Emissionshandelstelle (DEHSt) im Umweltbundesamt
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Seeverkehr: EU-ETS 1 und MRV
Schifffahrtsunternehmen sind seit 2018 bezüglich ihrer Emissionen überwachungs- und berichtspflichtig. Seit 2024 wurde der Seeverkehr durch die Anpassung des EU-Klimaschutzziels vollständig in das bestehende Europäische Emissionshandelssystem (EU-ETS 1) integriert, sodass nun auch eine Abgabeverpflichtung für den maritimen Sektor besteht.
Die gesetzlichen Grundlagen bilden hierbei die Emissionshandelsrichtlinie (EHRL) und die EU-MRV-SeeverkehrsVO sowie weitere Rechtsakte der EU-Kommission.
Die aktuellen Nachrichten, Termine und Publikationen zum Seeverkehr finden Sie hier im Überblick. Über die Tab-Funktion können Sie nach Kategorien filtern oder über den Button am unteren Rand der Box eine gesamte Übersicht anzeigen lassen.
Übersicht
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Dokumenttyp
News, //
Verschiedene Vollzüge, //
04.11.2026
Einreichung eines verifizierten Teilemissionsberichts bei einem Wechsel des Schifffahrtsunternehmens bezüglich des Zeitraums unter seiner Verantwortung (in Thetis -MRV): Umgehend, spätestens 3 Monate nach einem Wechsel des Schifffahrtsunternehmens
Einreichung eines von einer Prüfstelle vorgeprüften Überwachungsplans für jedes nach dem 01.01.2024 in den Anwendungsbereich fallende Schiff zur Genehmigung durch die zuständige Verwaltungsbehörde (in Thetis-MRV): Um-gehend, spätestens 3 Monate nach erstem Anlaufen eines Hafens in einem MS
Mitteilung von durch eine Prüfstelle vorgeprüften Änderungen eines Überwachungsplans zur Genehmigung durch die zuständige Verwaltungsbehörde (in Thetis-MRV): laufend
Hier finden Sie Gesetze und Verordnungen und (sofern vorhanden) Rechtsprechung zum Thema.
Rechtsgrundlagen
Konsolidierter Text: Delegierte Verordnung (EU) 2023/2830 der Kommission vom 17.10.2023 zur Ergänzung der Richtlinie 2003/87/EG des Europäischen Parlaments und des Rates
Kategorie:
Rechtsgrundlagen, // vom:
08.10.2026
Konsolidierter Text: Delegierte Verordnung (EU) 2023/2830 der Kommission vom 17.10.2023 zur Ergänzung der Richtlinie 2003/87/EG des Europäischen Parlaments und des Rates durch Festlegung von Vorschriften über den zeitlichen und administrativen Ablauf sowie andere Aspekte der Versteigerung von Treibhausgasemissionszertifikaten (Text von Bedeutung für den EWR)
Konsolidierte Fassung: Durchführungsverordnung (EU) 2018/2067 der Kommission vom 19. Dezember 2018 über die Prüfung von Daten und die Akkreditierung von Prüfstellen gemäß der Richtlinie 2003/87/EG des Europäischen Parlaments und des Rates
Alle am Emissionshandel teilnehmenden Akteure müssen ein Konto im Unionsregister eröffnen, das von der Europäischen Kommission bereitgestellt wird. Die Verwaltung des deutschen Teils des Unionsregisters sowie die Bearbeitung von Kontoanträgen erfolgen durch die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt). In diesem Register wird für jedes Schifffahrtsunternehmen im Sinne der Definition der Emissionshandelsrichtlinie ein Registerkonto (maritime operator holding account) eröffnet. Die Abgabetransaktionen der erworbenen Emissionsberechtigungen können ausschließlich über dieses Konto erfolgen. Gegebenenfalls können mehrere Schiffe in einem Konto des Unternehmens erfasst werden.
aus Fahrten innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) und aufgrund von Hafenaufenthalten sind zu 100 Prozent vom Emissionshandel umfasst. Emissionen aus Fahrten zwischen einem Hafen im EWR und einem Drittstaat sind unabhängig von der Verkehrsrichtung nur zu 50 Prozent abgabepflichtig (vgl. Art. 3 ga Emissionshandelsrichtlinie). Fahrten beginnen und enden in Anlaufhäfen.
Ein Schiffseigner kann die EU-ETS-1-Pflichten nur an eine Person oder Organisation übertragen, wenn es den Schiffseigner als ISM-Manager vertritt. Deswegen ist es notwendig, dass der ISM-Manager ein "Document of Compliance" (ISM-DOC) vorhält, das ihn als ISM-zertifiziert ausweist und er alle Plichten und Verantwortlichkeiten nach dem ISM-Code für die betroffenen Schiffe vom Schiffseigner übernommen hat. und somit ISM-zertifiziert ist. Ist das der Fall, kann dieser ISM-Manager vom Schiffseigner die Verantwortung für die Erfüllung der EU-ETS-1-Verpflichtungen übernehmen (vgl. Art. 1 Abs. 3 (EU) 2023/2599). Nach ordnungsgemäßer Bevollmächtigung im Sinne dieser Vorschrift (Mandat) gilt der ISM-Manager als Schifffahrtsunternehmen im Sinne der EHRL (vgl. Art. 3 w) EHRL). Eine Mandatsvorlage kann über folgenden Link heruntergeladen werden:
Internationale Entwicklungen im Europäischen Emissionshandel
Nach der Einführung des Europäischen Emissionshandels 1 (EU-ETS 1) im Jahr 2005 sind weltweit weitere nationale und regionale Emissionshandelssysteme entstanden. Und die Dynamik hält an – weitere Emissionshandelssysteme sind aktuell in der Entwicklung oder Vorbereitung. In immer mehr Ländern bildet der Emissionshandel den Kern der Klimaschutzstrategie zur .
Das Unionsregister ist ein zentrales elektronisches Register der Europäischen Union. Es erfasst und verwaltet Emissionsberechtigungen (EU-ETS 1) und Emissionszertifikate (EU-ETS 2) sowie deren Besitz, Übertragung und Stilllegung im Europäischen Emissionshandel 1 und 2. Dadurch sorgt es für Transparenz und Nachvollziehbarkeit.
Akkreditierte Prüfstellen spielen eine zentrale Rolle im Europäischen Emissionshandel 1 (EU-ETS 1), denn sie verifizieren die Angaben der teilnehmenden Unternehmen.
Seit Anfang 2010 finden wöchentliche Versteigerungen von Emissionsberechtigungen (EUA) im EU-ETS 1 für Deutschland statt. Finden Sie hier weitere Informationen zum Auktionierungsverfahren.