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Allgemeine Informationen
Im Unionsregister werden digitale Emissionsberechtigungen (im Unionsregister wird die Kurzform „Berechtigung“ verwendet) erzeugt, auf Konten gehalten und transferiert. Teilnehmer am Europäischen Emissionshandel (EU-ETS) haben Konten, über die sie ihren Verpflichtungen aus dem EU-ETS nachkommen, indem sie jährlich Berechtigungen in Höhe ihrer Emissionen abgeben.
Im Unionsregister gibt es getrennte Bereiche für den Europäischen Emissionshandel 1 (EU-ETS 1) und für den Europäischen Emissionshandel 2 (EU-ETS 2). Berechtigungen des EU-ETS 1 werden als EUA abgekürzt und Emissionszertifikate des EU-ETS 2 mit EUA 2.
Das Unionsregister dient den am EU-ETS 1 teilnehmenden Anlagen-, Seeschiffs- und Luftfahrzeugbetreibern und den ab 2028 verantwortlichen Unternehmen im EU-ETS 2 als Nachweisinstrument bezüglich ihrer Abgabe-Verpflichtungen im jeweiligen Emissionshandel. Die rechtlichen Rahmenbedingungen sind in der Delegierten Verordnung (EU) 2019/1122 festgelegt.
Delegierte Verordnung (EU) 2019/1122
Grundsätzlich können Berechtigungen zwischen verschiedenen Konten im Unionsregister innerhalb eines Emissionshandelssystems transferiert werden. Im Umkehrschluss bedeutet es auch, dass EUA nicht auf ein EUA-2-Konto transferiert werden können und umgekehrt.
Im europäischen Unionsregister können Emissionsberechtigungen nur zwischen den Konten des EU-ETS 1 und Emissionszertifikate zwischen Konten des EU-ETS 2 übertragen werden. Dabei gilt, dass Emissionsberechtigungen nicht auf Konten beaufsichtigter Unternehmen gehalten werden können und andersherum auch, dass Emissionszertifikate des EU-ETS 2 nicht auf Konten des EU-ETS 1 gehalten werden können.
Das Unionsregister ist keine Handelsplattform, auf der Angebot und Nachfrage von Emissionsberechtigungen und Emissionszertifikaten vermittelt werden.
Das European Union Transaction Log (EUTL)
Die EU veröffentlicht zahlreiche Informationen zum EU-ETS 1 und ab 2026 beziehungsweise 2027 auch zum EU-ETS 2 auf der Website des EUTL. Zum Beispiel sind hier Teilnehmer, Zuteilungsmengen und Compliance-Status der Anlagen, Seeschiffs-, Luftfahrzeugbetreiber und beaufsichtigter Unternehmen aufgeführt.
Zum European Union Transaction Log (EUTL)
Konto
Alle relevanten Informationen von der Registrierung kontobevollmächtigter Personen bis zur Schließung von Konten erfahren Sie in den nachfolgenden Ausführungen.
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Bei der Beantragung eines Kontos im Unionsregister müssen mindestens zwei kontobevollmächtigte Personen benannt werden. Eine Ausnahme bilden Prüfstellenkonten, bei diesem Kontotyp reicht auch nur eine kontobevollmächtigte Person aus.
Kontobevollmächtigte Personen von Betreiberkonten (dazu zählen Anlagen-, Luftfahrzeug-, Seeschiffsbetreiberkonten und Konten beaufsichtigter Unternehmen) und Handelskonten können bei gewähltem 4-Augen-Prinzip des Kontos (siehe unten) folgende Rollen besitzen:
- Initiator: Diese Person kann Transaktionen und Vorgänge initiieren
- Approver: Diese Person kann initiierte Transaktionen und Vorgänge bestätigen
- Initiator/Approver: Diese Person kann Transaktionen und Vorgänge sowohl initiieren als auch bestätigen, allerdings nicht die selbst initiierten
- Kontobevollmächtigte Personen mit Nur-Lesen-Zugriff
Betreiberkonten und Handelskonten benötigen als Minimalkonfiguration bei zwei benannten kontobevollmächtigten Personen und gewähltem 4-Augen-Prinzip eine der folgenden Kombinationen:
- Initiator + Approver
- Initiator/Approver + Approver
- Initiator + Initiator/Approver
- Initiator/Approver + Initiator/Approver
Bei gewähltem 2-Augen-Prinzip des Kontos können die Rollen „Initiator“ und „Initiator/Approver“ Transaktionen eigenständig durchführen. Kontobevollmächtigte Personen von Prüfstellenkonten erhalten automatisch die Rolle „Initiator/Approver“. Damit können geprüfte Emissionen eintragen und/oder bestätigt werden.
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Betreiberkonten, die von Deutschland verwaltet werden, müssen im deutschen Teil des Unionsregisters eröffnet werden. Folgende Kontotypen können beim Beantragen eines Kontos gewählt werden:
- Anlagenkonto
- Luftfahrzeugbetreiberkonto
- Seeschiffsbetreiberkonto
- Konto beaufsichtigter Unternehmen (erst ab 2026/27 siehe unten)
- Handelskonto
- Prüfstellenkonto
Befindet sich die emissionshandelspflichtige Anlage in Deutschland, ist der Luftfahrzeugbetreiber oder das Schifffahrtsunternehmen in der Verwaltungsmitgliedsstaatenliste Deutschland zugeordnet oder muss der Inverkehrbringer von Brennstoffen Energiesteuer in Deutschland entrichten, dann muss das Betreiberkonto im deutschen Teil des Unionsregisters eröffnet werden.
Kontoinhaber benötigen bei der Kontoantragsstellung beim Benennen der kontobevollmächtigten Personen deren deutsche Personenkennung (Nutzer-ID, Union Registry Identification Number (URID)) beginnend mit DE). Aus diesem Grund müssen alle Personen, die erstmals in Deutschland als kontobevollmächtigte Person benannt werden, zuvor die nachfolgend beschriebenen Schritte 1 und 2 durchführen.
Hier gelangen Sie zu den Nutzungsbedingungen
Registrierungsschritte im Unionsregister
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01
EU-Login-Zugang anlegen, EU-Login-App und Authentifizierungsmethode einrichten
EU-Login-Website: Neue kontobevollmächtigte Personen müssen sich zuerst beim Authentifizierungsdienst der Europäischen Kommission auf der EU-Login-Website (Link siehe rechts) ein Konto mit ihrer E-Mail-Adresse anlegen.
EU-Login-App: Danach muss die EU-Login-App (verfügbar im App Store (Apple) und Play Store (Android)) auf einem Smartphone oder Tablet installiert und anschließend initialisiert werden. Die Initialisierung der EU-Login-App erfolgt über die EU-Login-Website (über "Zahnrad rechts oben > Mein Konto > Meine Mobilgeräte verwalten > Mobilgerät hinzufügen")
Weitere Authentifizierungsmethode: Richten Sie auf der EU-Login-Website eine weitere Authentifizierungsmethode ein. Sie erreichen diese über „Meine vertrauenswürdigen Plattformen und Sicherheitsschlüssel verwalten“. Sie können dabei zwischen den folgenden Möglichkeiten wählen: Passkeys, Security Key, eID – elektronischer Personalausweis, Trusted Platform (letzteres nur bei Windows). Wir empfehlen die Nutzung eines Security Keys, weil diese Methode schnell und sicher funktioniert. Passkeys sind ähnlich komfortabel, aber sind gegebenenfalls auf nur ein Gerät beschränkt (je nachdem, ob der Passkey über Clouddienste des Nutzers beziehungsweise der Nutzerin synchronisiert wird).
Wenn Sie sich beim Unionsregister einloggen, werden Sie automatisch zur EU-Login-Website weitergeleitet. Nach Eingabe des Passwortes erfolgt der Abschluss des Logins über die EU-Login-App. Dabei dient die Bestätigung des Logins mittels der EU-Login-App als zweiter Faktor, neben der Eingabe des Passwortes. Fällt dieser zweite Faktor aus (zum Beispiel wegen Verlust oder Wechsel des Mobiltelefons), benötigen Sie aus Sicherheitsgründen noch einen zweiten Faktor, um die EU-Login-App wieder selbstständig initialisieren zu können. Hierfür müssen Sie sich bei der EU-Login-Website mit der zuvor eingerichteten weiteren Authentifizierungsmethode einloggen. Aus diesem Grund müssen Sie eine der oben genannten weiteren Authentifizierungsmethoden bei der EU-Login-Webseite einrichten.
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02
Erzeugen der Nutzer-ID (URID)
Nach erfolgreicher Online-Registrierung bei der EU-Login-Website und der Initialisierung der EU-Login-App müssen sich künftige kontobevollmächtigte Personen im Unionsregister eine Nutzer-ID beziehungsweise Personenkennung (Union Registry Identification Number (URID)) erzeugen.
Die URID ist Mitgliedstaaten-spezifisch. Das bedeutet, dass sie zwar ihr Anmeldekonto beim EU-Login für Konten in unterschiedlichen Mitgliedstaaten verwenden können, sie aber in jedem Mitgliedstaat eine eigene URID benötigen. Beim erstmaligen Login beim deutschen Teil des Unionsregisters werden sie deshalb aufgefordert, Daten zu ihrer Person einzugeben. Das System vergibt im Anschluss die individuelle deutsche URID (beginnend mit DE).
Wird eine in Deutschland erstmalig benannt und einem Konto zugeordnet, prüfen wir ihre Identität anhand der mit dem Kontoantrag schriftlich einzureichenden Unterlagen (Schritt 4). Sobald wir die benannte Person bestätigt haben, schicken wir ihr zum Abschluss des Kontoeröffnungsprozesses einen Aktivierungsschlüssel (Schritt 5), der zur vollständigen Aktivierung des Zugangs im einzugeben ist.
Im von Deutschland verwalteten Teil des Unionsregisters können nur Personen mit einer deutschen als kontobevollmächtigte Person benannt werden.
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03
Beantragen eines Kontos
Damit das Onlineformular zur Kontobeantragung korrekt und vollständig ausgefüllt werden kann, muss das in den folgenden Dokumenten erläuterte Vorgehen bekannt sein. Das Onlineformular des Unionsregisters lässt keine Zwischenspeicherung zu, weshalb mit dem Ausfüllen erst begonnen werden sollte, wenn alle Daten vollständig vorliegen.
Im gibt es die nachfolgend aufgeführten Kontotypen.
- Anlagenkonto (OHA)
Betreiber einer emissionshandelspflichtigen Anlage benötigen ein Anlagenkonto im deutschen Teil des Unionsregisters. Über dieses Konto erfolgt der Nachweis, dass die Anlage den Verpflichtungen des EU-ETS 1 nachkommt.
- Luftfahrzeugbetreiberkonto (AOHA)
Luftfahrzeugbetreiber, die in der Verwaltungsmitgliedsstaatenliste Deutschland zugeordnet sind, benötigen ein Luftfahrzeugbetreiberkonto im deutschen Teil des Unionsregisters. Über dieses Konto erfolgt der Nachweis, dass der Luftfahrzeugbetreiber den Verpflichtungen des EU-ETS 1 nachkommt.
- Seeschiffsbetreiberkonto (MOHA)
Schifffahrtsunternehmen, die in der Zuweisungsliste Deutschland zugeordnet sind, benötigen ein Seeschiffsbetreiberkonto (maritime operator holding account - MOHA) im deutschen Teil des Unionsregisters. Über dieses Konto erfolgt der Nachweis, dass das Schifffahrtsunternehmen den Verpflichtungen des EU-ETS 1 nachkommt.
- Konto beaufsichtigter Unternehmen
Die Eröffnung dieses Kontotyps kann momentan nicht direkt im Unionsregister beantragt werden. Weil in Deutschland die Teilnehmer am nationalen Emissionshandel gemäß BEHG (Brennstoffemissionshandelsgesetz) bereits im nEHS-Register Konten unterhalten, planen wir eine automatisierte Kontoeröffnung im Unionsregister. Weitere Informationen hierzu finden sich hier.
- Handelskonto
Handelskonten können von juristischen und natürlichen Personen eröffnet werden. Von diesen Konten können keine Abgabetransaktionen zur Erreichung der Compliance von Betreibern erfolgen. Kontoinhaber eines Handelskontos müssen ihren Geschäftssitz in Deutschland haben.
- Prüfstellenkonto
Prüfstellenkonten dienen ausschließlich dem Zugang von Prüfstellen zum Unionsregister. Auf diesen Konten können keine Berechtigungen oder Emissionszertifikate gehalten werden. Nur akkreditierte Prüfstellen können ein Prüfstellenkonto im Unionsregister eröffnen. Betreiberkonten müssen einer Prüfstelle zugeordnet werden. Diese Zuordnung muss dann von der Prüfstelle beziehungsweise deren kontobevollmächtigten Personen im Unionsregister bestätigt werden. Erst wenn dies erfolgt ist, kann die Prüfstelle bei den entsprechenden Betreiberkonten die geprüften Emissionen eintragen beziehungsweise bestätigen.
- Anlagenkonto (OHA)
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04
Übersenden des Kontoantrags und der Nachweisdokumente
Zum Abschluss der Onlinebeantragung des Kontos wird vom an die im Online-Antrag angegebenen E-Mail-Adressen des Kontoinhabers und der kontobevollmächtigten Personen eine PDF-Datei geschickt, die die Angaben des Antrags enthält.
Diese Datei ist uns zusammen mit den erforderlichen Nachweisen (siehe hierzu die jeweiligen Hinweisdokumente) zuzusenden. Das Übersenden erfolgt elektronisch über die Virtuelle Poststelle (VPS) oder die DEHSt-Plattform. Alternativ kann für Handels- und Prüfstellenkonten der Kontoantrag zusammen mit den Nachweisunterlagen per Briefpost an uns gesendet werden. Bitte beachten Sie die die in den jeweiligen Hinweisdokumenten gemachten Ausführungen zur korrekten Unterzeichnung des Antrags.
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05
Eingabe des Aktivierungsschlüssels
Nachdem die kontobevollmächtigten Personen benannt wurden und uns die Kontoantragsunterlagen vollständig vorliegen, prüfen wir deren Identität. Ist diese Prüfung erfolgreich, erhalten sie per Post einen Aktivierungsschlüssel, den sie beim Erst-Login über den Link „Aktivierungsschlüssel eingeben" müssen.
Danach sind die kontobevollmächtigten Personen vollständig aktiviert und haben Zugang zum eröffneten Konto.
Das Überprüfen der Identität sowie die Eingabe des Aktivierungsschlüssels sind nur bei der erstmaligen Aktivierung der Person in Bezug auf ihre Union Registry Identification Number (URID) notwendig. Wird die Person für weitere Konten im deutschen Teil des Unionsregisters benannt, sollte deshalb dieselbe URID wie bei der erstmaligen Kontobeantragung verwendet werden. Die URID sowie der Aktivierungsschlüssel sind nur für den Bereich eines Mitgliedstaats gültig. Im Gegensatz dazu ist der Zugang beim EU-Login auch in von anderen Mitgliedstaaten verwalteten Bereichen des Unionsregisters verwendbar.
- Über die Startseite des Unionsregisters (deutscher Teil) kommen Sie direkt zum Login des Unionsregisters.
Startseite des Unionsregisters (deutscher Teil) - Den direkten Link zur Startseite des EU-Logins benötigen Sie, um beim EU-Login weitere Authentifizierungsmethoden, Mobilgerät oder E-Mail-Adresse einrichten oder aktualisieren zu können.
Zur Startseite des EU-Logins
- Über die Startseite des Unionsregisters (deutscher Teil) kommen Sie direkt zum Login des Unionsregisters.
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Kontoinhaber müssen jährlich zum 30.06. bestätigen, dass sämtliche Kontoangaben „vollständig, aktuell, richtig und exakt“ sind (Registerverordnung (EU) 2019/1122 Artikel 22 Absatz 1). Dies gilt für alle Betreiberkonten des EU-ETS 1, also Anlagen-, Luftfahrzeugbetreiber- und Seeschiffsbetreiberkonten. Bei Konten für beaufsichtigte Unternehmen wird dies erst im darauffolgenden Jahr nach deren Eröffnung notwendig werden.
Bitte verwenden Sie für die jährliche Bestätigung das folgende Formular. Sofern die Konten denselben Kontoinhaber haben, können Sie auch mehrere Konten eintragen.
Formular zur Bestätigung der Kontoangaben im Unionsregister
Bestätigungen für das laufende Jahr werden vom 01.04. bis 30.06. akzeptiert. Angaben für Konten, die nach dem 01.04. eröffnet wurden, müssen erst im nächsten Jahr bestätigt werden.
Bitte bedenken Sie, dass eine fehlende Bestätigung zur Kontosperrung führen kann.
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Das Schließen eines Handelskontos kann online im Unionsregister beantragt werden, sofern sich keine Emissionsberechtigungen auf dem Konto befinden. Eine kontobevollmächtigte Person klickt beim Menüpunkt "Kontoangaben" auf „Schnelle Aktionen“ und anschließend auf „Konto schließen“. Danach wird eine Antragsnummer (identifier) angezeigt, die zusammen mit der Kontokennung und dem Namen des Kontoinhabers in das Formular "Antrag auf Kontoschließung" einzutragen ist.
Sie haben die folgenden Möglichkeiten uns den ausgefüllten Kontoschließungsantrag zu übermitteln:
- Versenden über die Virtuelle Poststelle (VPS) oder DEHSt-Plattform (bei Einreichung über die DEHSt-Plattform ist der Antrag per qualifizierter elektronischer Signatur (QES) von den vertretungsberechtigten Personen des Kontoinhabers oder der handlungsbevollmächtigten Person digital zu unterzeichnen
- Versenden per Briefpost. Bitte beachten Sie, dass die Druckversion des Antrags durch die vertretungsberechtigten Personen des Kontoinhabers gemäß Eintrag beim Handelsregister oder ähnlichem Register unterzeichnet ist.
Die Kontoschließung wird erst wirksam, wenn die Registerverwaltung diese bestätigt hat. Das Unionsregister informiert die kontobevollmächtigten Personen über die abgeschlossene Kontoschließung per E-Mail. Diese enthält die Antragsnummer (identifier).
Kontobevollmächtigte Personen mit der Rolle „Approver“ können eine Kontoschließung nicht initiieren.
Weitere Kontoinformationen
Emissionsberechtigungen und Emissionszertifikate
Emissionsberechtigungen des Europäischen Emissionshandelssystems 1 werden EU-Allowances (EUAs) genannt. Im EU-ETS 1 existieren neben den EUA auch Berechtigungen des Luftverkehrs (aEUA, die manchmal auch als EUAA bezeichnet werden). Mit Beginn des EU-ETS 2 werden dann Emissionszertifikate (EUA 2) als ein weiterer Berechtigungstyp hinzukommen.
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Anlagen- und Luftfahrzeugbetreiber, die einen Zuteilungsbescheid erhalten haben, bekommen jährlich bis zum 30.06. von uns durch eine Ausgabetransaktion eine Teilmenge von EUA (EU-Allowances, General Allowances) auf ihr Konto ausgegeben. Auf Konten noch verbuchte aEUA (Aviation allowances) bleiben weiterhin gültig und können von Anlagen- und Luftfahrzeugbetreibern sowie Schifffahrtsunternehmen zur Abgabe im EU-ETS 1 eingesetzt werden. EUA und aEUA können nicht im EU-ETS 2 zur Abgabe genutzt werden. Im EU-ETS 2 gibt es keine kontenlose Zuteilung. Zur Abgabe von Konten beaufsichtigter Unternehmen können nur EUA2 eingesetzt werden.
Emissionsberechtigungen und Emissionszertifikate sind ab Beginn der Handelsperiode gültig, für die sie erzeugt wurden. Das bedeutet, dass EUA, aEUA und EUA2 unabhängig davon, in welchem Jahr die Ausgabe oder der Kauf erfolgt, für Emissionen jedes Jahres der entsprechenden Handelsperiode und künftiger (nicht aber für vorherige) Handelsperioden abgegeben werden können. Diese Regelung gilt auch für Berechtigungen verlinkter Systeme, somit auch für CHU und CHUA des Schweizer Emissionshandelssystems.
Für welche Handelsperiode die Emissionsberechtigungen ausgegeben wurden, spezifiziert ein Element der Seriennummer, das im Konto angezeigt wird.
Anlagen- und Luftfahrzeugbetreiber sowie Schifffahrtsunternehmen müssen bis zum 31.03. jedes Jahres den verifizierten Emissionsbericht (EmB) über ihre Emissionen des Vorjahres an uns übermitteln. Im EU-ETS 2 besteht momentan nur eine Berichts-, aber keine Abgabepflicht. Erst für Emissionen des Jahres 2028 müssen Teilnehmer des EU-ETS 2 eine Abgabe mit EUA2 erstmals zum 31.05.2029 leisten.
Die Prüfstellen müssen bis zum 31.03. die geprüften Emissionen für das Vorjahr für die Anlage, den Luftfahrzeugbetreiber und das Schifffahrtsunternehmen im entsprechenden Konto des Unionsregisters eintragen. Damit die Prüfstelle dies tun kann, ist es notwendig, dass die Betreiber ihrem Konto im Unionsregister die Prüfstelle zuordnen. Diese hat dann die Zuordnung zu bestätigen und kann anschließend die Eintragung vornehmen oder eine Eintragung bestätigen. Die Eintragung der geprüften Emissionen kann auch durch eine kontobevollmächtigte Person des Betreiberkontos erfolgen, wobei der eingetragene Wert immer durch die Prüfstelle zu bestätigen ist.
Bis zum 30.09. jedes Jahres müssen Anlagen- und Luftfahrzeugbetreiber sowie Schifffahrtsunternehmen eine Anzahl an Berechtigungen abgeben, die den tatsächlichen Emissionen (in Tonnen) des Vorjahres entspricht. Dies geschieht in Form einer gesondert gekennzeichneten Transaktion (Abgabe) vom entsprechenden Anlagen-, Luftfahrzeug- oder Seeschiffsbetreiberkonto aus. Durch die Abgabetransaktion weisen die Betreiber die notwendige Anzahl an Emissionsberechtigungen nach, die sie zur Deckung der von ihnen verursachten Emissionen benötigen. Schifffahrtsunternehmen müssen für Emissionen des Jahres 2025 nur 70 Prozent dieser Emissionen durch eine Abgabetransaktion abdecken. Ab 2026 müssen dann 100 Prozent der Emissionen abgedeckt werden (gegebenfalls nach Berücksichtigung des Eisklasse-Abzugs, der auch ab 2026 noch angewandt wird).
Zur Abgabe im EU-ETS 1 können EUA, aEUA, CHU und CHUA genutzt werden. Beaufsichtigte Unternehmen können nur EUA2 zur Abgabe im EU-ETS 2 nutzen.
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Transaktionen mit Berechtigungen des EU-ETS 1 (EU-Allowances (EUA) und Luftverkehrsberechtigungen (aEUA/EUAA) sind auf den EU-ETS-1-Bereich (Anlagen-, Luftverkehrs- und Seeschiffsbetreiberkonten) beschränkt. Darüber hinaus können sie auch auf Konten verlinkter Systeme transferiert und dort gehalten werden. Dazu zählt das Schweizer Emissionshandelssystem mit seinen Berechtigungstypen CHU und CHUA. EU-ETS-1-Konten können CHU und CHUA halten und transferieren. „Berechtigungen“ des EU-ETS 2 werden als Emissionszertifikate bezeichnet und haben die Abkürzung EUA2. Sie sind auf Konten beaufsichtigter Unternehmen beschränkt. Diese können keine CHU oder CHUA halten. Emissionszertifikate können auch nicht in das Schweizer Emissionshandelssystem transferiert werden. Dagegen können Handelskonten sowohl Berechtigungen des EU-ETS 1, des EU-ETS 2 als auch des Schweizer Emissionshandelssystems halten und transferieren.
Sicherheit
Für das Unionsregister und die EU-Login-Website gelten nachfolgende Sicherheitsvorschriften. Kontobevollmächtigte Personen können selbst durch richtiges Verhalten viel zu einem sicheren Gesamtsystem beitragen.
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Das Einloggen beim Unionsregister mit der EU-Login-App erfolgt über einen gesonderten Service, die EU-Login-Website. Dabei kann das Passwort bei der Einrichtung des Zugangs selbst festgelegt werden. Ein nachträgliches Ändern ist jederzeit möglich.
Das Passwort sollte niemals Dritten mitgeteilt werden. Es ist stets geheim zu halten.
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Für das Einloggen beim Unionsregister benötigen kontobevollmächtigte Personen:
- Nutzername
- Passwort
- die auf einem Mobilgerät installierte und initialisierte EU-Login-App
- eine bei der EU-Login-Website eingerichtete weitere Authentifizierungsmethode (Security Key, Passkeys, Trusted Plattform oder elektronischer Personalausweis), um die EU-Login-App gegebenenfalls selbstständig erneut installieren zu können
Bei jedem Einloggen im Unionsregister mit der EU-Login-App wird, nachdem der angezeigte QR-Code gescannt wurde, eine Zeichenfolge erzeugt, die für den Abschluss des Logins benötigt wird. Es ist wichtig, den Unterschied zwischen der EU-Login-App und der EU-Login-Webseite zu verstehen. Beim Login im Unionsregister dient die EU-Login-App als zweiter Faktor (neben dem Passwort). Beim Verlust des Mobiltelefons, auf dem die EU-Login-App installiert war, muss diese auf dem neuen Mobiltelefon neu installiert und eingerichtet werden, um sich wieder im Unionsregister einloggen zu können. Hierfür wird bei der EU-Login-Website ebenfalls ein sicheres Authentifizierungsverfahren benötigt. Dieses muss aber zuvor eingerichtet worden sein.
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Nutzen Sie für den Zugang zu Ihrem Konto im Unionsregister nicht dasselbe Gerät, auf dem auch die EU-Login-App installiert ist. Nur bei der Verwendung von zwei unterschiedlichen Endgeräten wie Computer und Mobiltelefon ist eine höhere Sicherheit gewährleistet.
- Die EU-Login-App dient auch zur Bestätigung von Transaktionen. Hierzu muss bei gestarteter App der angezeigte QR-Code gescannt und die danach angezeigte Zeichenfolge im Unionsregister eingegeben werden.
- Nutzername und Passwort sollten nicht auf Ihrem Mobiltelefon, das für die EU-Login-App genutzt wird, gespeichert sein. Bei Verlust oder Diebstahl könnte eine betrügerische Person sich unter Ihrer Kennung am Unionsregister einloggen und Transaktionen durchführen.
- Schützen Sie Mobiltelefon, Computer und Passwortmanager durch PIN, Fingerabdruck oder andere (biometrische) Sicherheitsfunktionen vor einem Zugriff Dritter.
- Bewahren Sie den Security Key, sofern als Authentifizierungsmethode verwendet, an einem sicheren Ort auf
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Die Internetseiten des Unionsregisters und des EU-Logins besitzen spezielle Zertifikate (TLS-Zertifikate), anhand derer die Authentizität der Seite vom verwendeten Browser geprüft wird. Im Firefox-Browser klickt man auf das Schloss-Symbol in der Statusleiste („Schlosssymbol > Verbindung sicher > Weitere Informationen > Zertifikat anzeigen“), um sich dieses Zertifikat anzeigen zu lassen. Diese Zertifikate werden von Zertifizierungsstellen ausgestellt, die Bestandteil einer Public-Key-Infrastruktur sind. Die Authentizität und Integrität der Zertifizierungsstellen werden wiederum durch Zertifikate beglaubigt. Diese Zertifikate der Zertifizierungsstellen sind in den Browsern beziehungsweise Betriebssystemen hinterlegt. Der Browser prüft beim Aufruf einer Website, ob das TLS-Zertifikat von einer ihm bekannten Zertifizierungsstelle ausgestellt wurde. Wenn nicht, erscheint eine Warnung.
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Beim Login und Eingeben von Daten sollte stets überprüft werden, ob sich in der Adresszeile des Browsers die Adresse des Unionsregisters beziehungsweise der EU-Login-Website angezeigt wird. Dabei wird die Domain der EU-Kommission hervorgehoben (sofern dies in den Einstellungen des Browsers nicht deaktiviert wurde), wie zum Beispiel
https://union-registry.ec.europa.eu/ar/#/DE
https://ecas.ec.europa.eu/cas/login?
Bei Zweifeln, ob man sich auf der richtigen Internetseite befindet oder einem Dinge merkwürdig vorkommen (ungewöhnliche Meldungen, Anzeige von leeren Seiten, ungewöhnlich lange Ladezeiten und Ähnliches), sollte die Verbindung umgehend beendet werden.
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Das Unionsregister und die EU-Login-Website sollten stets über das Ausloggen-Symbol rechts oben verlassen werden.
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Sicherheitsupdates von Computer und Mobiltelefon beziehungsweise Tablet (Betriebssystem, Browser und installierter Programme) sollten regelmäßig und unmittelbar eingespielt werden. Die Verwendung von Anti-Virenprogrammen mit den jeweils aktuellsten Definitionsdateien ist selbstverständlich und dient der Sicherheit des IT-Systems.
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Die Vermeidung von Geldwäsche spielt auch im Emissionshandel eine Rolle. Um über das Geldwäscherisiko im Emissionshandel informieren zu können, hat die DEHSt zwei empirische Studien in Auftrag gegeben. In der ersten Studie (UBA Texte 01/2020) wurde versucht, das generelle Geldwäscherisiko im Emissionshandel in Deutschland abzuschätzen, indem Kontoinhaber und kontobevollmächtige Personen zu ihren Erfahrungen, Einschätzungen und Präventionsmaßnahmen befragt wurden. In der zweiten Studie (UBA Texte 07/2023) wurden dann die entsprechenden Personen aus den anderen am EU-ETS 1 teilnehmenden Mitgliedstaaten befragt.
In den Befragungen beider Studien wurde von einer erheblichen Anzahl von Verdachtsfällen auf Geldwäsche berichtet, von der ein großes Dunkelfeld nicht berichteter Verdachtsfälle abgeschätzt werden kann. Um das Risiko der Geldwäsche einzudämmen, gibt die Studie deshalb bestimmte Empfehlungen. Zu ihnen zählen unter anderem Reformen sowie softwaregestützte Analysen des Unionsregisters, die Implementierung von Compliance-Management-Systemen auf Seiten der Kontoinhaber*innen, webbasierte Schulungsmaßnahmen durch die DEHSt oder auch die Einführung einer Obergrenze für Barzahlungen.
Weiterführende Informationen
UBA Texte | 01/2020: EU-ETS - Erkennung von Geldwäsche im Emissionshandel
UBA Texte | 07/2023: EU-ETS - Erkennung, Prävention und Bekämpfung von Geldwäsche im Emissionshandel
Transaktionen
Transaktionen sind Übertragungen von Emissionsberechtigungen des EU-ETS 1 und Emissionszertifikaten des EU-ETS 2 von einem Konto auf ein anderes sowie Entwertungen und Abgaben. Beachten Sie, dass Emissionsberechtigungen (EUA, aEUA, CHU, CHUA) auf Konten des EU-ETS 1 beschränkt sind und Emissionszertifikate (EUA2) auf Konten des EU-ETS 2. Handelskonten können sowohl Emissionsberechtigungen als auch Emissionszertifikate halten und transferieren. Im Unionsregister werden Transaktionen nach bestimmten zeitlichen Vorgaben durchgeführt.
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Im Unionsregister werden Transaktionen in der Regel von Montag bis Freitag zwischen 10:00 Uhr und 16:00 Uhr mitteleuropäischer Zeit (MEZ) ausgeführt. An Arbeitstagen vor 10:00 Uhr und nach 16:00 Uhr sowie samstags, sonntags und an Registerfeiertagen können Transaktionen zwar veranlasst werden, eine Ausführung findet in dieser Zeit aber nicht statt.
EU-ETS 1 und 2: Ausführung von Transaktionen zu Konten, die keine Vertrauenskonten sind (siehe unten):
- Wird eine Transaktion an einem Arbeitstag ab 12:00 Uhr MEZ veranlasst, erfolgt die Ausführung ab 12:00 Uhr MEZ des folgenden Arbeitstags.
- Wird eine Transaktion an einem Arbeitstag nach 12:00 Uhr MEZ veranlasst, erfolgt die Ausführung ab 12:00 Uhr MEZ des zweiten Arbeitstags nach dem Tag der Veranlassung.
- Eine Transaktion kann bis zu zwei Stunden vor ihrer Ausführung selbstständig von einer kontobevollmächtigten Person abgebrochen werden.
EU-ETS 1 und 2: Ausführung von Transaktionen zu Vertrauenskonten (siehe unten):
- Eine Transaktion wird sofort ausgeführt, wenn sie zwischen 10:00 und 16:00 Uhr MEZ an Arbeitstagen veranlasst wird.
- Eine Transaktion wird am selben Arbeitstag um 10:00 Uhr MEZ ausgeführt, sofern die Veranlassung vor 10:00 Uhr MEZ erfolgt, oder am folgenden Arbeitstag ab 10:00 Uhr MEZ, sofern sie nach 16:00 Uhr MEZ veranlasst wird.
Das Transaktionsfenster gilt nicht für die Transaktionstypen Abgabe und Entwertung von Berechtigungen. Transaktionen dieses Typs werden auch außerhalb der Transaktionsfensters ohne Transaktionsverzögerung ausgeführt.
Ist für ein Konto das 4-Augen-Prinzip ausgewählt, gilt eine Transaktion als veranlasst, wenn eine zweite kontobevollmächtigte Person die von der ersten kontobevollmächtigten Person initiierten Transaktion bestätigt hat.
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Zusätzlich zu Samstagen und Sonntagen gelten 2026 folgende Tage nicht als Arbeitstage. Feiertage sind in Deutschland bundesweit nicht einheitlich geregelt. Grundlage für die Registerfeiertage sind die für das Bundesland Berlin geltenden Feiertage.
- 24.12.2025, Heiligabend (Dienstag)
- 25.12.2025, 1. Weihnachtsfeiertag (Mittwoch)
- 26.12.2025, 2. Weihnachtsfeiertag (Donnerstag)
- 31.12.2025, Silvester (Dienstag)
- 01.01.2026, Neujahr (Mittwoch)
- 03.04.2026, Karfreitag (Freitag)
- 06.04.2026, Ostermontag (Montag)
- 01.05.2026, Tag der Arbeit (Freitag)
- 14.05.2026, Christi Himmelfahrt (Donnerstag)
- 25.05.2026, Pfingstmontag (Montag)
- 24.12.2026, Heiligabend (Donnerstag)
- 25.12.2026, 1. Weihnachtsfeiertag (Freitag)
- 31.12.2026, Silvester (Donnerstag)
- 01.01.2027, Neujahr (Freitag)
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Kontobevollmächtigte Personen können vier unterschiedliche Rollen einnehmen:
- Initiator: diese Person kann Transaktionen und Vorgänge initiieren
- Approver: diese Person kann initiierte Transaktionen und Vorgänge bestätigen
- Initiator/Approver: diese Person kann Transaktionen und Vorgänge sowohl initiieren als auch bestätigen, allerdings nicht die selbst initiierten.
- Kontobevollmächtigte Personen mit Nur-Lesen-Zugriff
Wenn für ein Konto das 4-Augen-Prinzip gewählt wurde, so muss stets ein "Approver" oder ein "Initiator/Approver" eine zuvor initiierte Transaktion bestätigen, damit diese veranlasst wird.
Auf Antrag des Kontoinhabers kann ein Konto auf das 2-Augen-Prinzip umgestellt werden. Diese Umstellung ermöglicht Transaktionen - allerdings nur zu Vertrauenskonten - ohne Bestätigung einer zweiten kontobevollmächtigten Person. Damit können Personen mit den Rollen "Initiator" oder "Initiator/Approver" selbstständig Transaktionen zu Vertrauenskonten veranlassen. Die Aufnahme von neuen Vertrauenskonten kann aber nur mit der Bestätigung einer zweiten kontobevollmächtigten Person erfolgen.
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Konten können kontospezifische Listen von Vertrauenskonten (VKL) enthalten. Kontobevollmächtigte Personen können neue Vertrauenskonten hinzufügen oder entfernen. Ändert eine kontobevollmächtigte mit der Rolle „Initiator“ oder „Initator/Approver“ die VKL, muss dies von einer kontobevollmächtigten Person mit der Rolle „Approver“ oder „Initiator/Approver“ bestätigt werden, selbst dann, wenn die Kontoeinstellungen Transaktionen mit dem 2-Augen-Prinzip erlauben.
Das Hinzufügen von Vertrauenskonten wird erst mit einer Verzögerung von vier Arbeitstagen, um 12:00 Uhr MEZ wirksam.
Für Handels- und Betreiberkonten gelten die gleichen Transaktionsregeln. Steht das Empfängerkonto auf der VKL, dann wird die Transaktion unmittelbar ohne eine Verzögerung ausgeführt, sofern sie im Transaktionsfenster zwischen 10:00 Uhr und 16:00 Uhr MEZ veranlasst wird. Transaktionen zu Konten, die nicht auf der VKL stehen, können nur mit 4-Augen-Prinzip durchgeführt werden, also eine kontobevollmächtigte Person initiiert und eine zweite bestätigt sie.Nachfolgend finden Sie eine Übersicht, wie Transaktionen im Unionsregister ausgeführt werden.
Übersicht über die Transaktionsregeln im Unionsregister
Das Handbuch des Unionsregisters ist ausschließlich registrierten kontobevollmächtigten Personen zugänglich. Sie erhalten einen Link nach Ihrer erstmaligen Registrierung.
Das Nutzerhandbuch des Unionsregisters ist ausschließlich registrierten kontobevollmächtigten Personen zugänglich. Sie erhalten einen Link zum Nutzerhandbuch nach Ihrer erstmaligen Registrierung.
Fußnote