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MonitoringAnlagen mit geringen Emissionen: Welche Angaben sind im FMS zu machen?

MVO 001Antwort

Der Überwachungsplan ist im FMS vollständig und gemäß der Anlagenkonstellation auszufüllen.

Die in der folgenden Tabelle dargestellten Erleichterungen für Anlagen mit geringen Emissionen können nur in Anspruch genommen werden, wenn in der Anlage keine Tätigkeiten ausgeführt werden, bei denen N2O-Emissionen nach Anhang 1 Teil 2 TEHG überwachungspflichtig sind (vgl. Art. 47 Abs. 1 MVO). Sofern dies zutrifft, muss auf dem Formular „Deckblatt“ die Frage „Werden N2O-Emissionen überwacht?“ mit „nein“ beantwortet werden.

Formular „Anlage“
FeldAntwortZusatzinformation
Kategorisierung der Anlage nach Monitoring-Verordnung A… wenn die Anlage ≤ 50.000 t CO2Ä pro Jahr emittiert.
Handelt es sich um eine Anlage mit geringen Emissionen?ja… wenn die Anlage < 25.000 t CO2Ä pro Jahr emittiert.
(Hinweis: Das Feld ist automatisch mit „nein“ belegt, u.a. wenn in der Anlage Tätigkeiten ausgeführt werden, bei denen N2O-Emissionen gemäß Anhang 1 Teil 2 TEHG überwachungspflichtig sind.)
„Stoffstromformulare“
VerbrauchsmengeAntwortZusatzinformation
Ebene nach Monitoring-Verordnung (Soll-Ebene) Feld wird automatisch belegt… in Abhängigkeit von der „Kategorisierung der Anlage nach Monitoring-Verordnung“ (Formular „Anlage“) und der „Tätigkeit nach Anhang IV Monitoring-Verordnung“ (Seite 1 des Stoffstromformulars).
Vorgesehene EbeneSchätzwert bzw. Eintrag der vorgesehenen EbeneGrundsätzlich können Rechnungsunterlagen verwendet und Lagerbestandsveränderungen geschätzt werden. Misst der Anlagenbetreiber die Einsatzmenge selbst und kennt er die Unsicherheit seiner Messung, ist die entsprechende Ebene einzutragen.
Wird von der Ebene nach Monitoring-Verordnung abgewichen?nein… da zulässige Erleichterung.
Messgerätkein Messgerät… wenn die Stoffmenge auf Grundlage von Rechnungsdaten ermittelt wird.
Beschreibung der ErmittlungsmethodeBestimmung auf Grundlage von Rechnungs-unterlagen und Schätzung der Lagerbestands-veränderungMisst der Anlagenbetreiber selbst, ist die Ermittlungsmethode zu beschreiben.
Hinweis: Misst der Anlagenbetreiber die Stoffmengen selbst, sind Formulare „Messgerät“ anzulegen und auszufüllen. Auf eine Unsicherheitsbewertung kann jedoch verzichtet werden.
BerechnungsfaktorenAntwortZusatzinformation
Ebene nach Monitoring-Verordnung (Soll-Ebene)Feld wird automatisch belegt… in Abhängigkeit von der „Kategorisierung der Anlage nach Monitoring-Verordnung“ (Formular „Anlage“) und der „Tätigkeit nach Anhang IV Monitoring-Verordnung“ (Seite 1 des Stoffstromformulars).
Vorgesehene EbeneEbene 1/
Ebene 2a
Da es grundsätzlich genügt, Ebene 1 bei der Bestimmung von Berechnungsfaktoren einzuhalten, kann im Feld „Ebene 1“ angegeben werden, es sei denn der Stoff ist in der DEHSt-Liste vorhanden. Die DEHSt-Liste entspricht der Ebene 2a.
Wird von der Ebene nach Monitoring-Verordnung abgewichen?nein… da zulässige Erleichterung.
ErmittlungsmethodeStandardwertWerden Standardfaktoren genutzt, ist das Feld mit „Standardwert“ zu belegen.
DatenquelleFeld wird automatisch belegtDas Feld wird in Abhängigkeit von der Auswahl im Feld „Name des Stoffes“ automatisch belegt.
Beschreibung der Datenquelle oder ErmittlungsmethodeAngabe der Quelle für den StandardfaktorErscheint im Feld „Datenquelle“ der Eintrag „Sonstiges“, ist die Datenquelle (z.B. Literaturangabe) für den verwendeten Standardfaktor anzugeben.
Hinweis: Die Felder „Analyseverfahren“, „Häufigkeit der Analyse“ und „Labor“ müssen nicht ausgefüllt werden, wenn Standardfaktoren verwendet werden. Wird dagegen analysiert, muss die Einhaltung der Vorgaben der Art. 32-35 MVO nachgewiesen werden. Die zuvor genannten Felder sowie die Formulare „Analyseverfahren“ und „Labor“ sind dann wie für alle anderen Anlagen auch auszufüllen.

Weitere Hinweise:

  • Anlagen mit geringen Emissionen sind gemäß Art. 47 Abs. 3 MVO von der Übersendung einer Risikobewertung (d.h. eines Nachweises, dass die festgelegten Kontrollaktivitäten den identifizierten Risiken von Berichtsfehlern und Abweichungen vom Überwachungsplan angemessen begegnen) entbunden. Quellen und Ursachen (Risiken) für mögliche Fehler und Abweichungen vom Überwachungsplan müssen dagegen auch für Anlagen mit geringen Emissionen im Feld „Erläuterung von Risiken“ auf dem Formular „Datenmanagement“ benannt werden (vgl. Anhang I Abschnitt 1 Nr. 1 e) MVO und Art. 58 Abs. 2 MVO).
  • Ein Verbesserungsplan aufgrund von Empfehlungen der Sachverständigen Stelle ist entbehrlich. Ein Verbesserungsplan muss nur eingereicht werden, wenn der Anlagenbetreiber noch hinter den von der MVO ohnehin schon zugelassenen Erleichterungen für Anlagen mit geringen Emissionen zurückbleibt (vgl. Kapitel 4.4 im Leitfaden zur Erstellung von Überwachungsplänen).

16.07.2012

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