Deutsche Emissionshandelsstelle

Glossar

Deutschsprachiges Glossar

Abflugplatz

Abflugplatz ist der Flugplatz, an dem ein Flug beginnt. Der Flug muss eine Luftverkehrstätigkeit gemäß Anhang I der Richtlinie 2003/87/EG darstellen.

Alternativ

Abgabe von Emissionsberechtigungen

Rückgabe von Emissionsberechtigungen auf das jeweilige Registerkonto.

Die Abgabe von Emissionsberechtigungen muss gemäß dem verifizierten Emissionsbericht des Anlagenbetreibers bis spätestens 30.04. des Folgejahres durch eine gesondert gekennzeichnete Transaktion veranlasst werden.

Alternativ

Alias

Der Alias ist das eindeutige Identifikationsmerkmal für die Benutzer des Formular-Management-Systems (FMS). Man braucht ihn, um das Bearbeitungsrecht weiterzugeben. Da der Anmeldename Bestandteil der Benutzerkennung ist, sollte der Alias aus Sicherheitsgründen nicht mit dem Anmeldenamen übereinstimmen.

Alternativ

Allokation

Unter Allokation versteht man allgemein die Zuordnung von beschränkten Ressourcen zu potentiellen Verwendern. Im Emissionshandel ist die Zuteilung der Emissionsberechtigungen an die emissionshandelspflichtigen Anlagen gemeint.

Alternativ

Allowance

Englisch für Emissionsberechtigung

Alternativ

Anhang-1-Tätigkeiten

Eine Liste von Tätigkeiten und Schwellenwerten im Anhang 1 des geänderten Treibhausgas-Emissionshandelsgesetzes (TEHG) legt fest, welche Anlagen im Europäischen Emissionshandelssystem berücksichtigt werden.

Alternativ

Ankunftsflugplatz

Ankunftsflugplatz ist der Flugplatz, an dem ein Flug endet. Der Flug muss eine Luftverkehrstätigkeit gemäß Anhang I der Richtlinie 2003/87/EG darstellen.

Anlage

Eine Anlage im Sinne des Emissionshandels verfügt immer über eine eigenständige Betriebsgenehmigung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG).

Anlagenbetreiber

Eine natürliche oder juristische Person oder Personengesellschaft, die die unmittelbare Entscheidungsgewalt über eine Anlage inne hat, und die dabei die wirtschaftlichen Risiken trägt.

Alternativ

Annex-B-Länder

Gruppe von Ländern, die im Anhang B des Kyoto-Protokolls aufgeführt sind und die sich über ein Ziel ihrer Treibhausgasemissionen geeinigt haben. Beteiligt sind alle Annex-I-Länder mit Ausnahme der Türkei und Weißrussland.

Alternativ

Annex-I-Länder

Annex I bezieht sich auf den Anhang I zur Klimarahmenkonvention von 1992. Im Annex I sind alle Länder aufgelistet, die in der Klimarahmenkonvention eine Selbstverpflichtung zur Reduktion der Treibhausgasemissionen übernommen haben. Auf der Liste stehen alle OECD-Länder (außer Korea und Mexiko) sowie alle osteuropäischen Länder (außer Jugoslawien und Albanien).

Alternativ

Annex-II-Länder

Annex II bezieht sich auf den Anhang II zur Klimarahmenkonvention von 1992. Annex-II-Länder sind alle so genannten Industriestaaten, also alle OECD-Länder (Stand 1992) mit Ausnahme von

  • Südkorea
  • Mexiko
  • Polen
  • Tschechische Republik
  • Ungarn
  • Slowakische Republik

Die Annex-II-Länder haben sich laut Kyoto-Protokoll verpflichtet, ihre Treibhausgasemissionen bis 2008/20012 um insgesamt 5,2 Prozent zu reduzieren. Außerdem wollen sie den Transfer neuer energieeffizienter Technologien und Techniken für die Nutzung erneuerbarer Energien in Entwicklungsländern fördern.

Alternativ

Apostille

Die Apostille ist eine Beglaubigungsform im internationalen Urkundenverkehr. Sie bestätigt die Echtheit der Unterschrift, die Eigenschaft, in der der Unterzeichner gehandelt hat, und gegebenenfalls die Echtheit des Siegels oder Stempels, mit dem die Urkunde versehen ist. Diese Urkunden werden von Behörden im jeweiligen Land beglaubigt, in dem die Urkunde ausgestellt wurde.

Artikelgesetz

Gesetz zur Änderung der Rechtsgrundlagen zum Emissionshandel für die Zuteilungsperiode 2008 bis 2012

In Vorbereitung der zweiten Handelsperiode im Emissionshandel war eine Anpassung der gesetzlichen Grundlagen im Emissionshandel erforderlich. Das Gesetz zur Änderung der Rechtsgrundlagen zum Emissionshandel für die Zuteilungsperiode 2008 bis 2012 trat am 11.08.2007 in Kraft.

Die Bestandteile des Gesetzes sind als Artikelgesetz mit obiger Gesetzesbezeichnung zusammengefasst:

  • Zuteilungsgesetz 2012 (Artikel 1)
  • Änderungen des Treibhausgas-Emissionshandelsgesetzes (Artikel 2)
  • Änderungen des Projekt-Mechanismen-Gesetzes (Artikel 3)

Grundlage für das Zuteilungsgesetz 2012 ist der Nationale Allokationsplan 2008-2012 (NAP II), den das Bundeskabinett am 28.06.2006 beschlossen hat und der der EU-Kommission derzeit zur Prüfung vorliegt.

Alternativ

Assigned Amount Units (AAU)

Zertifikate, die sich aus dem Kyoto-Protokoll herleiten, werden als "zugeteilte Menge" oder "zugeteilte Emissionsrechte" (Assigned Amount Units, AAU) bezeichnet. Eine AAU entspricht dem Recht zum Ausstoß einer Tonne Kohlendioxid oder CO2-Äquivalent in einem bestimmten Zeitraum. Der Handel mit AAU ist seit 2008 möglich. Der Handel beschränkt sich in der Regel auf die staatliche Ebene.

Alternativ

Atmosphäre

Die Atmosphäre ist die Lufthülle der Erde. Sie besteht aus Stickstoff (78 Prozent), Sauerstoff (21 Prozent) und enthält Spuren von anderen Gasen wie zum Beispiel Argon, Helium, Kohlendioxid und Ozon.

Die Atmosphäre spielt eine wichtige Rolle beim Schutz des Lebens auf der Erde, da sie ultraviolette Sonnenstrahlung absorbiert und die Temperaturextreme zwischen Tag und Nacht verringert.

Alternativ

Atmosphärische Treibhausgaskonzentration

Diese Konzentration wird in der Einheit ppm (Parts per Million, also Teile pro Million) angegeben. In den letzten 250 Jahren ist die CO2-Emissionskonzentration von ca. 280 ppm auf 385 ppm gestiegen.

Alternativ

Aufforstung

Aufforstung bedeutet in der Forstwirtschaft das Anpflanzen von Bäumen oder die Aussaat von (Baum-)Samen. Zu unterscheiden sind eine Erst-/Neuaufforstung und eine Wiederaufforstung. Das Ziel einer Aufforstung ist stets eine Bewaldung.

Auktionierung

Zuteilungsmethode: (teilweise) Versteigerung der Emissionsberechtigungen

Alternativ

Auslastungskorrekturregel

Soweit die Kohlendioxid-Emissionen eines Kalenderjahres in der ersten Handelsperiode infolge von Produktionsrückgängen weniger als 60 Prozent der durchschnittlichen jährlichen Kohlendioxid-Emissionen in der jeweiligen Basisperiode betrugen, hatte der Betreiber bis zum 30. April des folgenden Jahres Berechtigungen in einer Anzahl an die zuständige Behörde zurückzugeben, die der Differenz an Kohlendioxid-Emissionen in Kohlendioxidäquivalenten entsprachen (§ 7 Abs. 9 des Zuteilungsgesetzes 2007). Die Pflicht zur Abgabe von Berechtigungen nach § 6 Abs. 1 des Treibhausgas-Emissionshandelsgesetzes blieben unberührt.

Authentifikation

Authentifikation ist der Nachweis einer Identität und deren Prüfung. Dies kann zum Beispiel durch das Einloggen mit Hilfe von Nutzername und Passwort erfolgen. Der Nutzer muss beide Informationen wissen.

EU Aviation Allowances (aEUA)

EU-Aviation Allowances (aEUA) sind spezielle Berechtigungen des Luftverkehrs und wurden erstmals zum 28.02.2012 im Unionsregister auf die Luftfahrzeugbetreiber-Konten ausgegeben. Sie können ausschließlich von Luftfahrzeugbetreibern zur Abgabe eingesetzt werden. Auf Anlagenkonten des stationären Bereichs sind sie nicht transferierbar.

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