Deutsche Emissionshandelsstelle

Glossar

Deutschsprachiges Glossar

Kapazität

Die tatsächlich und rechtlich maximal mögliche Produktionsmenge pro Jahr.

Kapazitätserweiterung

Eine Erhöhung der Kapazität aufgrund einer immissionsschutzrechtlich genehmigten Änderung der Anlage.

Alternativ

Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC)

Die Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (United Nations Framework Convention on Climate Change, UNFCCC) wurde auf dem Weltgipfel für Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro angenommen und seither von 186 Staaten ratifiziert. Sie trat 1994 in Kraft. Die Klimarahmenkonvention ist der erste internationale Vertrag, der den Klimawandel als ernstes Problem bezeichnet und die Staatengemeinschaft zum Handeln verpflichtet. Die Konvention bildet den Rahmen für die Klimaschutz-Verhandlungen, die jeweils als Vertragsstaatenkonferenz der Konvention stattfinden. Das Sekretariat der Klimarahmenkonvention (UNFCCC-Sekretariat) hat seinen Sitz in Bonn.

Zum Thema

Klimaschutz

Klimaschutz meint den Schutz der Erdatmosphäre. Sie enthält die so genannten Treibhausgase, die wie ein Schutzschild den Erdball umgeben und verhindern, dass die von der Erde kommende Wärme ins All entweicht.

Klimawandel

siehe auch Globale Erwärmung

Alternativ

Kohlendioxid

Farbloses, nicht brennbares Gas, das in der Luft und in Mineralquellen vorkommt. Es entsteht als Hauptprodukt aus jeder Verbrennung und ist das wichtigste anthropogen erzeugte klimawirksame Spurengas.

Alternativ

Kokereigas

Das bei der Trockendestillation insbesondere von Braunkohle oder Steinkohle aus der Koksofenkammer austretende Gasgemisch.

Kontinuierliche Emissionsmessung (KEMS)

Betreiber können für die CO2-Emissionsquellen einer Anlage kontinuierliche Emissionsmesssysteme einsetzen, wenn für jede Emissionsquelle die Ebenenanforderung eingehalten wird.

Zum Thema

Kontobevollmächtigter

Der Kontobevollmächtigte ist eine natürliche Person, die zur Vertretung des Kontoinhabers befugt ist.

Alternativ

Kontokennung

Unter Kontokennung wird die alphanumerische Bezeichnung des Kontos innerhalb des Unionsregisters verstanden. Sie besteht aus fünf Elementen, die mit Bindestrichen voneinander getrennt sind.

Alternativ

Konvertgas

Das bei der Rohstahlerzeugung nach dem Sauerstoffblasverfahren aus dem Konverter austretende Gasgemisch.

Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)

Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) ist die gleichzeitige Umwandlung von eingesetzter Energie in mechanische oder elektrische Energie und nutzbare Wärme innerhalb eines thermodynamischen Prozesses. Unter Gleichzeitigkeit ist zu verstehen, dass der Energieinhalt eines Prozessmediums (Gas oder Dampf) innerhalb eines thermodynamischen Prozesses sowohl zur Strom- als auch zur Wärmeerzeugung genutzt wird (KWK-Prozess).

Alternativ

Kraft-Wärme-Kopplungsanlage (KWK-Anlage)

Die Kraft-Wärme-Kopplungsanlage ist eine Einrichtung innerhalb eines Heizkraftwerkes, in der der technische Prozess der KWK teilweise oder ausschließlich stattfindet.

Alternativ

Kuppelgas

Als Nebenprodukt bei der Erzeugung von Grundstoffen entstehendes Gicht-, Kokerei- oder Konvertgas oder eine Mischung aus diesen Gasen.

Kyoto-Mechnismen

Projektbezogene/Flexible Mechanismen

Alternativ

Kyoto-Protokoll

Das Kyoto-Protokoll wurde 1997 von der 3. Vertragsstaatenkonferenz der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) (United Nations Framework Convention on Climate Change, UNFCCC) angenommen. Es ist am 16.02.2005 in Kraft getreten und ist weltweit der erste völkerrechtlich verbindliche Vertrag zur Eindämmung des Klimawandels. Dieser verpflichtet die beteiligten Staaten, den Ausstoß klimaschädlicher Gase - wie zum Beispiel Kohlendioxid (CO2) - bis 2012 um insgesamt fünf Prozent gegenüber 1990 zu senken. Die Europäische Union (EU) hat sich zu einer Reduktion um acht Prozent verpflichtet, wobei auf Deutschland im Rahmen des Burden Sharing ein Anteil von 21 Prozent entfällt. Dieses Reduktionsziel kann sowohl durch nationale als auch durch gemeinsame EU-Maßnahmen erreicht werden. Die wichtigste europäische Klimaschutzmaßnahme ist ein EU-Emissionshandelssystems für Unternehmen.

Nach Auslaufen der ersten Verpflichtungsperiode im Dezember 2012 einigte sich die Staatengemeinschaft darauf, das Kyoto-Protokoll bis 2020 zu verlängern („Kyoto II“). An dieser zweiten Verpflichtungsperiode nehmen Australien, die derzeit 28 EU-Länder sowie weitere europäische Staaten teil. Russland, Kanada, Japan und Neuseeland erklärten ihren Austritt. Die Bundesrepublik Deutschland hat sich völkerrechtlich zur zweiten Verpflichtungsperiode des Kyoto-Protokolls (2013-2020) verpflichtet, indem sie die entsprechende Ratifizierungsurkunde bei den Vereinten Nationen in New York hinterlegt hat.

Für das Inkrafttreten der zweiten Verpflichtungsperiode des Kyoto-Protokolls sind 144 Ratifizierungsurkunden erforderlich. Bis Ende 2017 haben 27 EU-Mitgliedstaaten ihre Ratifizierungsurkunden hinterlegt. Insgesamt liegen damit bisher 108 Ratifizierungsurkunden vor.

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