Deutsche Emissionshandelsstelle

Kriterien und Empfehlungen für einen Moorstandard

Das Umweltbundesamt beauftragte eine Studie zur Untersuchung von Moorstandards und vergleichbaren Landnutzungsansätzen im freiwilligen CO2-Markt.

Trotz des hohen Emissionsreduktionspotenzials – Millionen Tonnen CO2-Äquivalent pro Jahr können durch die Wiedervernässung von degradierten organischen Böden weltweit jährlich reduziert werden – sind Moorklimaschutzprojekte bislang ausgesprochen selten. Die vergleichsweise frühzeitig regulierten CO2-Märkte waren überwiegend auf energie- und industriebezogene Projekte ausgerichtet. Freiwillige CO2-Standards füllten diese Lücke und entwickelten robuste Methoden für verschiedene Landnutzungsprojekte wie z.B. für vermiedene Entwaldung und für die Wiedervernässung von Mooren.

Die Forscher beschreiben und analysieren im ersten Schritt die bereits bestehenden nationalen und internationalen Standards für Moorklimaschutzprojekte. Unter anderem sind das der wichtigste internationale Standard VERRA (ehemals VCS), der Peatland Carbon Code aus Großbritannien, der Schweizer Standard max.moor und das American Carbon Registry. Im zweiten Schritt werden die Standards hinsichtlich relevanter Kriterien wie Umweltintegrität, Doppelzählung, Ökosystemdienstleistungen und Transparenz bewertet und daraus Empfehlungen für einen umweltintegeren, internationalen Standard abgeleitet. Auf einem Workshop am 03.05.2018 wurden die vorläufigen Ergebnisse der Studie vorgestellt. Die Workshop-Unterlagen (Impulspapier, Präsentationen) sind hier hinterlegt.

27.07.2018

Workshop “Future of the Voluntary Carbon Markets in the Light of the Paris Agreement: Perspectives for Soil Carbon Projects”, 03/05/2018

Moore in landwirtschaftlicher Nutzung: Hotspots des Klimawandels

Die meisten Moore in Deutschland sind aufgrund der landwirtschaftlichen Nutzung vom Kohlenstoffspeicher zum Emittenten von Treibhausgasen geworden. Der Aufsatz beschreibt Möglichkeiten zur Minderung der Emissionen, leuchtet die Zukunft der Moore aus und zählt notwendige Schritte zur Verbesserung der Situation auf.

15.02.2017

Aufsatz im Themenheft des Umweltbundesamtes (Kapitel 2)

Projekt des Bundesamtes für Naturschutz und des Umweltbundesamtes: Wie die EU ihre Moore besser schützen kann

Intakte Moore sind effektive Klimaschützer und wichtig für die Biodiversität. Obwohl sie nur 3 Prozent der Landfläche weltweit ausmachen, speichern sie doppelt so viel Kohlenstoff wie die Wälder. Werden Sie zerstört, emittieren sie dagegen große Mengen Treibhausgase. Ein Beratungshilfeprojekt vom Bundesamt für Naturschutz und Umweltbundesamt (UBA) will zeigen, wie die EU mehr für ihre Moore tun kann.

In einem ersten Schritt analysiert die Michael Succow Stiftung zum Schutz der Natur, wie sich das derzeitige EU-Recht auf den Schutz von Mooren auswirkt. Nach zwei Fallstudien an repräsentativen Niedermooren in Polen und Hochmooren in Estland sollen Handlungsempfehlungen abgeleitet werden, wie die Rahmenbedingungen für den Moorschutz in den EU-Mitgliedsstaaten verbessert werden können. Die erste Phase des Projekts lief bis Ende November 2015.

15.02.2017

Workshop: Peatlands in the EU regulatory context, 19.04.2016 in Brüssel

Publikation: Wie Treibhausgase aus Mooren und Wäldern reduziert werden können

Welche Möglichkeiten – politisch und wirtschaftlich – gibt es, die Treibhausgasemissionen aus Mooren und Wäldern zu reduzieren? Dieser Frage widmet sich eine Studie des Umweltbundesamts (UBA). Sie betrachtet sowohl Maßnahmen auf internationaler Ebene (UNFCCC) wie auf Ebene der EU.

Zu den analysierten Maßnahmen gehören zum Beispiel die Einrichtung eines „Moor-Markt-Mechanismus“, die Verbesserung des Berichterstattungs- und Anrechnungsrahmens, die Etablierung separater Verpflichtungsziele für LULUCF, Aspekte der Verknüpfung von Handelssystemen („Linking“), Strategien zur Einbindung von LULUCF-Emissionen auf EU-Ebene sowie freiwillige Marktsysteme.

Abschließend evaluiert die Studie die verschiedenen Optionen anhand ausgewählter Kriterien, darunter Umweltverträglichkeit, Kosten und politische Machbarkeit und gibt Schlussempfehlungen für die Bundesregierung und die EU. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Option der Entwicklung eines internationalen Moor-Markt-Mechanismus sowie im EU-Kontext auf die Option der Einbindung von LULUCF-Emissionen in den Rahmen der Effort Sharing Decision (ESD) und die Verknüpfung von Transaktionen unter der ESD mit Grünen Moor-Investitions-Programmen gelegt.

09.01.2014

Workshop: Peatlands, Forests and the Climate Architecture

In einem zweijährigen Forschungsprojekt haben Silvestrum VoF und DUENE e.V. einen Strauß von möglichen politischen und wirtschaftlichen Steuerungsmöglichkeiten zur Minderung des Treibhausgasausstoßes von Mooren und Wäldern entwickelt sowie die mögliche Umsetzung der einzelnen Optionen analysiert. Ziel dabei war es, Anreize für die Erschließung des großen Emissionsreduktionspotenzials von Mooren und Wäldern vorzustellen und die Ergebnisse in die laufenden Klimaverhandlungen einzubringen.

Wir nutzten die Gelegenheit der Tagung der Nebenorgane der Klimaverhandlungen (SBSTA 42) um am 04.06.2015, den Stand der Landnutzung in den Verhandlungen über das Abkommen ab 2020 zu erörtern. Einige der der ambitionierten Optionen und Maßnahmen, die die Studie entwickelt, wurden vorgestellt.

Dazu gehören:

  • ein internationaler Peat Hot Spot Intervention Mechanism
  • eine verbesserte Anrechnung von Treibhausgasen
  • separate Anrechnungs- und verpflichtungsziele für Emissionen aus der Landnutzung
  • verbesserte Verknüpfung von Emissionshandelssystemen und Strategien, landseitige Emissionen auf EU-Ebene anzugehen
  • freiwillige Initiativen
  • nationale Maßnahmen zur Finanzierung und zum Know-how-Transfer von Treibhausgasemissionen aus Mooren in Europa

09.01.2014

Workshop: Peatlands and Forests in the Climate Architecture, 04.06.2015 in Bonn

Studie: Klimaschutzfonds zur Renaturierung von Mooren

Trotz der Bedeutung der Moore für den Klimaschutz existieren bislang nur wenige Erfahrungen, wie Moor- und Klimaschutz systematisch miteinander verzahnt werden können. Ziel dieser Studie ist es zu untersuchen, ob und wie nationale Moorklimaschutzprojekte über den Kohlenstoffmarkt mittels eines Fondsmodells unterstützt werden können. Hierbei wird geprüft, inwieweit der freiwillige Markt für Emissionszertifikate genutzt werden kann.

09.01.2014

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