Deutsche Emissionshandelsstelle

Stärkung des Emissionshandels

Das Positionspapier des Umweltbundesamts gibt konkrete Empfehlungen zur strukturellen Reform des EU-ETS, um seine Wirkung zu stärken und die Kompatibilität mit der interagierenden Energie- und Klimapolitik zu verbessern. Der Europäische Emissionshandel (EU-ETS) kann seine Rolle als klimapolitisches Leitinstrument derzeit nicht zufriedenstellend erfüllen: Marktüberschüsse drücken bereits über einen langen Zeitraum den Preis für Emissionsberechtigungen und schwächen die Anreizwirkung. Die Caps sind strukturell zu hoch und nicht hinreichend mit den weiteren interagierenden energie- und klimapolitischen Instrumenten abgestimmt. Angesichts des schwachen Preissignals aus dem EU-ETS planen außerdem immer mehr Mitgliedstaaten der Europäischen Union, zusätzliche nationale klima- oder energiepolitische Instrumente einzuführen oder haben dies bereits getan, um ihre nationalen Klimaschutzziele zu erreichen. Die bisher ergriffenen Gegenmaßnahmen – Backloading und Marktstabilitätsreserve (MSR) – sind noch nicht ausreichend. Daher empfiehlt das Umweltbundesamt, umgehend weitere Schritte zur Stärkung des Emissionshandels einzuleiten.

01.04.2017

Überschüssige Zertifikate und Weiterentwicklung der Marktstabilitätsreserve

Europäisches Parlament und Rat haben sich im Mai 2015 darauf verständigt, zum 01.01.2019 eine Marktstabilitätsreserve (MSR) einzuführen. Diese ist ein regelbasierter Mechanismus, der die hohen strukturellen Überschüsse abbauen und den EU-ETS in Phasen schwankender Nachfrage stabilisieren soll. In einem Diskussionsbeitrag empfiehlt die DEHSt einen frühzeitigen Review der MSR-Parameter und untersucht verschiedene Ausgestaltungsoptionen der Marktstabilitätsreserve. Eine im Auftrag des UBA erstellte Studie schlägt außerdem Kriterien zur Anpassung des Caps bei einer starken und dauerhaften Änderung der Rahmenbedingungen vor.

01.04.2017

Der Emissionshandel im Kontext der Europäischen Klimaschutzziele

Im Emissionshandelssystem der Europäischen Union (EU-ETS) ist der Preis für Emissionsberechtigungen gegenwärtig auf einem sehr niedrigen Niveau. Die Funktion des Emissionshandels, Anreize für emissionsarme Produktionsweisen zu setzen, geht damit aktuell weitgehend verloren, und so ist auch seine Rolle als Leitinstrument der europäischen Klimapolitik bedroht. Das vorliegende Diskussionspapier richtet sich an politische Entscheidungsträger und die interessierte Öffentlichkeit. Es enthält Empfehlungen, welche Maßnahmen grundsätzlich geeignet sind (und welche nicht), um den EU-ETS zu stärken und auf den mittel- und langfristigen Klimazielpfad zu bringen.

01.04.2017

Verhältnis des Emissionshandels zur nationalen Energie- und Klimapolitik

Der Emissionshandel ist nicht nur ein Kerninstrument zur Erreichung der europäischen Klimaschutzziele. Er kann – sofern die Zertifikatpreise hoch genug sind – auch wesentliche Beiträge zur Realisierung der nationalen Klimaschutzziele leisten. Dennoch sind in Deutschland, wie auch in einigen anderen Mitgliedstaaten, zusätzliche Klimaschutzmaßnahmen erforderlich, um die gesteckten Ziele zu erreichen. Mögliche Wechselwirkungen mit dem Emissionshandel müssen dann berücksichtigt werden.

01.04.2017

Internationale Entwicklungen

Nach der Einführung des Europäischen Emissionshandelssystems (EU-ETS) im Jahr 2005 sind weltweit weitere nationale und regionale Emissionshandelssysteme entstanden. Die Verbindung dieser Systeme durch ein sogenanntes Linking kann schrittweise zu einem globalen Kohlenstoffmarkt führen. Ein solcher Markt wäre eine kosteneffiziente Lösung, um Treibhausgasemissionen zu mindern und den Klimaschutz zu stärken.

01.04.2017

Linking

Seit 2015 kooperiert die Deutsche Emissionshandelsstelle mit der Alexander von Humboldt-Stiftung im Rahmen von internationalen Klimaschutzstipendien für junge Klimaexperten aus außereuropäischen Schwellen- und Entwicklungsländern. DEHSt als Gastgeber unterstützt die Klimaexperten bei ihrer Forschung. Als Ergebnis dieser Aktivitäten wurden die folgenden Forschungsberichte erarbeitet.

08.06.2017

Länderstudien

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