Deutsche Emissionshandelsstelle

Luftfahrzeugbetreiber können vier unterschiedliche Typen von Emissionsberechtigungen und Gutschriften zur Abgabe einsetzen:

  • Zum einen die Emissionsberechtigungen des EU-Emissionshandels – und zwar sowohl die luftverkehrsspezifischen Berechtigungen (EUAAEU Aviation Allowances, auch aEUA genannt)
  • als auch die Berechtigungen der stationären Emissionshandelssektoren (EUAEU Allowances, General Allowances).
  • Darüber hinaus können mit zertifizierten Emissionsreduktionen (CERCertified Emission Reductions) und
  • Emissionsreduktionseinheiten (ERUEmission Reduction Units) auch Gutschriften aus den so genannten Projektmechanismen des Kyoto-Protokolls eingesetzt werden. Dabei bestand für das Berichtsjahr 2012 eine Begrenzung auf maximal 15 Prozent von CER und ERU bezogen auf die insgesamt abzugebende Anzahl an Emissionsberechtigungen. Für die Berichtsjahre 2013-2020 beträgt diese Begrenzung 1,5 Prozent. Diese Menge erhöht sich um die Menge an Projektgutschriften, die in der Periode 2012 nicht genutzt wurden.

Am 01.05. eines Jahres überprüft die DEHSt den Stand der Einhaltung der Abgabepflichten anhand der Emissionsberichterstattung. Wurden nicht genügend Emissionsberechtigungen oder Kyoto-Gutschriften abgegeben, wird gegebenenfalls eine Sanktionszahlung von 100 Euro (die Zahlungspflicht erhöht sich entsprechend dem Anstieg des Europäischen Verbraucherpreisindex für das Berichtsjahr gegenüber dem Bezugsjahr 2012) pro fehlendem Zertifikat verhängt. Die fehlenden Zertifikate müssen nachträglich abgegeben werden. Wurden mehr Zertifikate als notwendig abgegeben, werden diese auf die Erfüllungsverpflichtung des Folgejahres angerechnet, sofern es zur selben Handelsperiode zählt.

Ab dem 01.05. eines Jahres wird zudem gemäß der EU-Registerverordnung der Erfüllungsstatus des Vorjahres für jeden Luftfahrzeugbetreiber im öffentlichen Teil des EUTL (European Union Transaction Log) angezeigt.

19.04.2017

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